Criem Kalechin

Paladin

Description:

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Criem ist ein sehr junger Mann mit blonden Haar und eisblauen Augen. Das Leben im tiefen Norden von Brevoy hat ihn abgehärtet. Kälte macht ihn in der Regel nichts aus.

Criem trägt in der Regel immer eine auf Hochglanz polierte Rüstung und seine Waffe. Er ist sehr direkt und hasst nichts mehr als Unrecht, sei es sozialer oder gesetzlicher Natur.

Er hat sich bei seiner Zeit bei der Stadtwache eine ziemlich zackige Gangart angewöhnt, und ist militärischen Taktiken nicht fremd. Er übernimmt gerne die Komandorolle und gibt präziese Anweisungen, und erwartet, dass diese zu 100% umgesetzt werden.

Auf Fremde wirkt er durch seinen Befehlston eher schroff und unfreundlich.

Bio:

Criem führte ein Leben in bitterster Armut. Als ältestes Kind eines mittelosen Wachmanns (Alfvir) und einer Weberin (Nosessa), hat er schon früh gelernt für sich selbst zu sorgen.

Sein Vater arbeitete für die Stadtwache in Eishafen und Criem war immer fasziniert von den Geschichten seines Vaters. Sein Vater selbst sah seine Arbeit nicht so hoch an, wie sein Sohn. Für ihn war es eher eine lästige Pflicht, dennoch erfüllte es ihn mit Stolz das sein ältester Spross in ihm fast so etwas wie einen Helden sah. Einen edlen Wachmann der die Allgemeinheit schützte.

Alfvir erfreute sich so sehr an dem Ansehen, dass er bei seinem Sohn genoss, dass er anfing seine Geschichten zu beschönigen und Elemente einzubauen, die mehr seiner Fantasie entsprangen als der Realität. Der Wachdienst in Eishafen war ziemlich langweilig. Bis auf ein paar Trunkenbolde besänftigen und Ärger mit Taschendieben gab es eigentlich kaum etwas nennenswertes zu berichten.

Da die Familie arm war, mussten die Kinder recht früh mit arbeiten. Alle Drei mussten in der Weberei in der die Mutter arbeitete Hilfsarbeiten verrichten. Dafür bekam die Mutter ein paar Münzen mehr. Criem gefiel diese Arbeit überhaupt nicht – sie erschien ihm, im Gegensatz zu der Arbeit seines Vaters sinnlos. Wieso sollte man seine Zeit mit sinnloser Hilfsarbeit verschwenden, wenn es dort draußen so viel Ungerechtigkeit zu bekämpfen, Jungfern zu retten und Bauern zu verteidigen gab?

In seiner seltenen freien Zeit, die er mit Jungen aus der Nachbarschaft verbrachte, erzählte er immer davon, dass er mal so werden wolle wie sein Vater. Bei den kindlichen Spielen war er immer der Held, der die Schurken in die Flucht schlug. Doch war das nicht mehr als Spiel, und je älter er wurde, desto mehr wuchs die Unzufriedenheit in ihm. Er war verdammt dazu, eine Arbeit zu verrichten, die er hasste, damit die überlebten die er liebte.

Als er es kaum noch ertragen konnte, sprach er endlich seinen Vater darauf an. Dieser sah zwar seine Stellung, die er sich mit seinen Geschichten aufgebaut hatte bedroht, doch konnte er es auch nicht mit ansehen, wie sein ältester Sohn in der Weberei versauerte. Er nutzte die wenigen Beziehungen die er hatte, um seinem Sohn eine Ausbildungsstelle bei der Stadtwache zu verschaffen.

Da Criem aus ärmlichen Verhältnissen kam, musste er sich natürlich die erste Zeit mit einfachen Hilfsarbeiten begnügen. Aber als sein Eifer und seine Entschlossenheit endlich bemerkt wurden, wurde ihm das Training an der Waffe gewährt.

Im ersten Mannesalter war sein Traum wahr geworden und er wurde zu einem Wächter der Stadt Eishafen ernannt. Er war nie glücklicher. Doch das Glück hielt nicht lange an – er erkannte schon nach einigen Wochen, dass an seiner Arbeit nichts ehrenhaftes war. Es gab keine Jungfern zu retten, es gab keine Heldentaten. Sein Vater hatte ihm Märchen erzählt. Zutiefst enttäuscht schwand sein Eifer und seine Entschlossenheit. Bald schon verrichtete er, wie sein Vater seinen Dienst, rein nach Vorschrift.

Es war am Markttag, als er Wache am einem der Märkte im Hafenviertel von Eishafen hielt, als er es sah: Ein Mann schlug eine junge Frau – er ließ gar nicht mehr von ihr ab und schlug sie immer weiter. Der Mann war der Kleidung nach ein vornehmer Herr – aber nur der Kleidung nach. Wusste nicht jedes Kind, dass man eine Dame nicht schlug? Criem haderte mit sich. Er konnte es doch nicht zulassen, dass Schwachen Leid angetan wurde – war nicht gerade das die Aufgabe der Stadtwache?

Er blickte sich zögerlich auf dem Marktplatz um. Es war unfassbar – niemanden schien diese Ungerechtigkeit zu interessieren. Aber sein Blick blieb auf der anderen Seite des Marktplatzes ruhen. Dort sah er seinen Vater, der seinen Blick auf die Szene gerichtet hatte. Doch anders als in all seinen Geschichten, wandte sich sein Vater ab. Er ignorierte die Jungfer in Nöten. Wie konnte er das tun? Criem kämpfte um seine Fassung.

Doch es half nichts – er musste etwas tun. Er schritte festen Schrittes über den Platz und fing die Hand des Mannes gerade ab, als der gefühlt hundertste Schlag die Frau treffen sollte. Der Mann war natürlich außer sich vor Wut. Die Frau weinte bitterlich.
Criem wollte diesem Schläger eine einfache Lektion lehren. Der Starke schlägt nicht die Schwachen – um seine Position zu untermauern und die These eindeutig zu beweisen, schlug Criem – als Stärkerer – dem Mann gleich ein paar Zähne aus.

Die Sache hatte ein Nachspiel. Leider stellte es sich der Mann als entfernter Vetter der Familie Surtowa heraus, der eine seiner Mägde aufgrund eines Fehlers maßregelte. Die Sache kam noch am selben Tage vor Gericht und Criem wurde zu einer 8 stündigen Strafe am Pranger verurteilt und wurde mit sofortiger Wirkung aus seinem Dienst entlassen.

Die Strafe war nicht das Schlimme an dieser Ungerechtigkeit… Das Schlimmste für Criem war, dass sein Vater nichts unternommen hatte. Er war bitter enttäuscht von seinem Vater und seinen falschen Lehren. Kaum war die Strafe verbüßt, da hatte Criem schon seine Sachen gepackt und war auf dem Weg die Stadt zu verlassen.

Leider hatte er nie gelernt sich außerhalb einer Ortschaft zurecht zu finden, und so verlief er sich in der unwirtlichen Einöde um Eishafen. Es dauerte nur wenige Tage und seine spärlichen Vorräte waren aufgebraucht. Er hatte keinerlei Glück mehr – er traf auf keine anderen Reisenden und schaffte es auch nicht Jagdwild zu erlegen oder etwas anderes Essbares zu finden. Nach gut einer Woche litt er Hunger. Trotz all dem Elend, was ihm wiederfuhr, hielt er daran fest: Er hatte das Richtige getan. Seine Tat war gerecht!

Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende ersonnen, blendete ihn ein helles Licht und ein Stimme erklang in seinen Ohren. Es war eine wunderschöne Stimme einer Frau. Sie lobte ihn und seine Entschlossenheit. Sie lobte seinen Sinn für Gerechtigkeit, der sich selbst durch Demütigung, Entmutigung und selbst durch größtes Leid nicht erschüttern ließe. Der Zuspruch stärkte ihn – nicht nur mental, er hatte das Gefühl als sättigten die Worte ihn.

Die Stimme sprach weiter und meinte, dass er in ihrem Namen nach Restow reisen solle. Er würde dort eine große Aufgabe vorfinden, die einen Sinn nach Gerechtigkeit, einen Weg zu Größe, einen Anführer brauchen würde. Er solle dieser Anführer sein.
Die Stimme wies ihn eine Richtung und er fand wenig später eine Ortschaft. Von hier an, war es fast so als würden seine Schritte gelenkt, gelenkt in eine Richtung: Restow.
In Restow hörte er schnell von der Unternehmung der Schwertjunker gegen die Banditen der Raublande – ihm war sofort klar. Diese Unternehmung muss das Ziel sein, von dem die Stimme sprach…

Criem Kalechin

Königsmacher MKukuk KisuRandomWizard