Firellion Funkentanz

Jäger

Description:

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Für einen Elfen ist Firellion ziemlich klein. Er erreicht gerade einmal 1,7 m und ein Gewicht von 55 kg. Er wirkt also eher schmächtig und gebrechlich. Von diesem ersten Eindruck sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen. Firellion ist geübt darin seinen Körper in tödlicher Gewandheit zu bewegen und überrascht damit seine Kontrahenten.

Sein braunes Haar trägt er lang, und bis auf ein paar geflochtene Zöpfe, offen. Seine grauen Augen beobachten umablässig die Umgebung. Seine Augen haben etwas von jemanden, der viel älter zu sein scheint als Firellion eigentlich ist. Mit seinen 138 Jahren ist er für einen Elfen eher jugendlich.

Firellion trägt praktische Kleidung, die für lange Reisen und das Durchqueren von Feldern und Wäldern ideal ist. Über einen einfachen Hemd trägt er einen alten Lamellenbrustpanzer – der aussieht als wäre er hunderte von Jahren alt. Dazu trägt er einen weiten Reiseumhang mit Kapuze, um dem schlechten Wetter des Nordens zu trotzen. Die schlichte Kleidung ist in Farben des Waldes gefärbt, um dort nicht aufzufallen.
Firellion ist in Gegenwart von Fremden still und eher unnahbar. Er hat scheinbar Probleme sich Fremden zu öffnen. Falls das dann doch einmal passiert finden diese einen treuen Verbündeten, grimmigen Mitstreiter und versierten Bogenschützen.

Bio:

331238.jpgFirellion wurde als erstes Kind des jungen Ehepaares Variel und Faunra geboren. Seine Geburt stand unter einem ungewöhnlichen Zeichen. So zeigten sich an seinem Geburtstag ungewöhnlich viele Hirsche in den Wäldern nahe des Dorfes Caruskei. Als genau in dem Moment der Geburt Firellions ein weißer Hirsch (einen solch seltenen Vertreter der Hirsche hatte man bisher dort nie gesehen) mitten durch das Dorf galoppierte war für die Priester des Erastil klar: Dem Jungen ist eine große Zukunft gewiss. Glücklich über diesen Schicksalswink beschlossen die Eltern ihren Erstgeborenen in ihren Handwerken zu unterweisen, wenn er alt genug wäre, würde er nicht nur die Jagd, sondern auch den Bogenbau beherrschen und damit den Vorstellungen Erastils gefallen.

Faunra schenkte in den folgenden Jahren noch zwei weiteren Jungen das Leben: Lanliss und Zordlon. Die Brüder waren in ihrer Kindheit unzertrennlich und wuchsen unter der Obhut ihrer Eltern zu Jugendlichen heran. Fortan sollte das Training und die Arbeit Firellions Leben bestimmen. Wie geplant unterwies sein Vater Variel seine Söhne im Bogenschießen und der Kunst der Jagd. Dabei stellten sich Firellion und Lanliss als überdurchschnittlich begabt heraus. Zordlon schaffte es jedoch nie Anschluss zu finden. Er hatte zwar ein gutes Talent für das Spurenlesen und die Theorien der Jagd, aber im Schießen versagte er.

Faunra lehrte dem wissbegierigen Firellion alles was sie über das Handwerk des Bogners wusste. Firellion nahm auch diese Lehren in sich auf – erreichte auf handwerklicher Ebene aber niemals die Perfektion der Arbeiten seiner Mutter. Zordlon stellte sich als geschicktester Handwerker der Brüder heraus, sodass er seine Jagdkenntnisse mit dem Handwerk verband und ein geschickter Fallensteller und Jäger wurde.

Nach diesen ersten Jahren des Lernens stieß Firellion an einen Punkt, an dem er meinte, seinen Vater im Bogenschießen bereits zu übertreffen und nichts mehr zu lernen. Diese Erkenntnis traf ihn erst mit Freude, doch auf diese Freude folgte Verbitterung. Ihm war die Erkenntnis der beste Bogenschütze der Familie zu sein nicht genug. Es war als würde ihm eine innere Stimme antreiben, die mehr von ihm verlangte. Perfektion, nicht weniger, wollte er erreichen. Allerdings stellte sich recht bald heraus, dass er nicht nur der beste Schütze der Familie, sondern der ganze Siedlung geworden war. Diese Erkenntnis grämte ihn. Er suchte Zuflucht im Gebet zu Erastil.

Die Zeiten änderten sich, als durch einen Schicksalsschlag sein Cousin Narnel bei ihnen einzog. Narnel hatte durch einen Überfall von Räubern seine leiblichen Eltern verloren und zog deshalb zu seinen nächsten Verwandten. Diese neue Person im Leben Firellions erfüllte ihn mit neuem Interesse. Den Narnel war Lehrling eines Druiden. Die magischen Kräfte und die starke Bindung Narnels zur Natur waren beneidenswert – Firellion war klar auf dem Pfad zur Perfektion musste er nicht nur seine körperlichen Fähigkeiten schulen. Er musste auch spirituell dem Ruf der Natur folgen. Er begleitete Narnel zu seinem Meister Amarandlon, um diesen zu bitten ihn auszubilden.

Amarandlon hatte Bedenken – hauptsächlich da Firellion bereits zu alt war die Ausbildung zu beginnen. Allerdings schaffte es Firellion durch seine Ausdauer und Standhaftigkeit den Meister davon zu überzeugen, es zu versuchen. Wie durch ein Wunder schaffte er es tatsächlich die Magie zu wirken. Erstaunt von den schnellen Fortschritten vertiefte Amarandlon die Ausbildung, sodass Firellion recht bald im Wissen zu Narnel gleichzog und der Meister die jungen Elfen von nun an gemeinsam unterweisen konnte. Die Bande zwischen Narnel und Firellion wuchs dadurch und Firellion sah Narnel schnell als seinen dritten Bruder an.

Die Zeit bei Meister Amarandlon hatte noch andere Vorzüge. So lernte er auf diesem Weg die Tochter des Meisters kennen, Merisiel. Aus der erst flüchtigen Bekanntschaft erwuchsen die Knospen der ersten Liebe und Firellion war niemals in seinen Leben glücklicher, als zu diesem Zeitpunkt. Er hatte nicht nur die Liebe seines Lebens gefunden, sondern endlich einen Meister der ihn näher den je zu der angestrebten Perfektion brachte.

Die Zeit hielt aber nicht lange an. Merisiel erkrankte an einer Krankheit, die weder jemand im Dorf, noch Meister Amarandlon bisher gesehen hatte. Der Krankheitsverlauf ließ sich weder durch konventionelle noch durch magische Mittel eingrenzen. Firellion versuchte alles um Meister Amarandlon bei der Heilung zu unterstützen und die Tatsache Merisiel leiden zu sehen trieb ihn fast in den Wahnsinn.

Es gab keine Hoffnung mehr. Merisiel starb an den Folgen der Krankheit. Die folgenden Wochen kapselte sich Firellion von allem ab und verbrachte Tage im Wald und dachte nach. “Du hast es nicht geschafft sie zu retten”, so seine innere Stimme. “Alles was du gelernt hast war nicht genug!”

Er musste mehr lernen, damit so etwas nicht wieder geschehen würde. Er musste einen Weg finden diese Krankheit aufzuhalten. Wer versprach ihm, dass die Krankheit nicht seine Familie erreichen würde? Was würde er tun, wenn seine Eltern und Brüder genauso leiden mussten wie Merisiel?

In tiefer Trauer und Meditation brütete er fast einen Monat im Wald vor sich hin. Als er plötzlich ein Winseln aus dem Unterholz vernahm, dass ihn in seiner Ruhe störte. Da das Gewinsel nicht nachließ, ging er schließlich entnervt der Quelle dieses Lärms auf Grund. Er fand einen Wolf der in einer Falle steckte. Firellion erkannte die handwerkliche Arbeit sofort, es war eine Falle seines Bruders Zordlon. Sein Bruder würde sich sicher über diese Beute freuen. Ein stattliches Tier, mit einem wunderbaren Pelz, der sicher einen guten Mantel abgeben würde.

Da der Wolf sein Gejammer allerdings nicht einstellte, wollte Firellion das Tier erlösen und zog seinen Dolch. Doch als er sich dem Wolf zum Todesstoß näherte. Erkannte er etwas in den Augen des Wolfes. Etwas das ihn an ihn selbst erinnerte – der Wolf, wie auch er hatten etwas verloren, etwas was ihnen niemand zurück geben konnte.
Firellion zögerte als er vor dem Wolf stand. Der Wolf überraschte Firellion – da er sich dem Tier bis in seine Reichweite genähert hatte – begann der Wolf Firellions Hände abzulecken. Es gab kein Anzeichen, dass der Wolf ihn irgendetwas Böses wollte. Firellion benutzte den Dolch, um den Wolf aus der Falle zu befreien und ging ins Dorf zurück. Er hatte seine Entscheidung getroffen.

Erastil.pngEr konnte hier im Dorf niemals das lernen, was er benötigte, um bei einem erneuten Krankheitsfall helfen zu können. Er musste die Perfektion erreichen – die er hier niemals erreichen konnte. Deshalb blieb nur ein Schritt übrig: er musste die Elfen die er liebte verlassen, um sie retten zu können. Schweren Herzens verabschiedete er sich von seinen Eltern und Brüdern. Seine Mutter übergab ihn als Abschiedsgeschenk einen Bogen, den er seitdem immer bei sich trägt.

Der Wolf wich ihm nicht mehr von der Seite und wurde auf seinen Reisen ein treuer Weggefährte.

Firellion hörte vom Haus Medwjed, einem Adelshaus der Menschen, das im fernen Gronziwald neue Arten des Jagens verwenden würde. Neugierig auf die Geschicke der Menschen machte sich Firellion auf den Weg. Er lernte bei den Menschen seine Ausbildung als Waldläufer mit den Zaubern eines Druidens zu verbinden. Allerdings waren die Lehren der Menschen seltsam fremd. An der Natur vorbei und für ihn unverständlich. Für ihn stand fest, dass sich die Menschen auf dem falschen Weg befanden. Er nahm von ihren Lehren was er brauchte, und verbesserte es nach eigenen Ermessen.

Beim Haus Medwjed erlang durch sein Können großes Ansehen und so war er es der im Namen des Fürstens Gurev Medwjed dem Ruf der Schwertjunker von Restow folgte. Die Schwertjunker wollten einen Landstrich erkunden und danach besiedeln und waren auf der Suche nach erfahrenen Kundschaftern und Jägern.

Wo, wenn nicht in völlig unbekannter Wildnis würde es sich besser nach einem Heilmittel für eine unbekannte Krankheit suchen lassen? In der Aussicht darauf und durch die Reise seine Fähigkeiten weiter verbessern zu können, nahm Firellion diese Bürde auf sich und reiste im Namen des Hauses Medwjed von der Festung Steinstieg nach Restow…

Firellion Funkentanz

Königsmacher MKukuk Golgathan